Strunde

Die Strunde in Dellbrück

Die Strunde ist ein Nebenfluss des Rheins. Sie entspringt im Bergisch Gladbacher Stadtteil Herrenstrunden und fließt über Dellbrück und Holweide, bis sie in Buchheim in den Rhein mündet (45 Kilometer Länge). Im letzten Streckenabschnitt wird die Strunde unterirdisch über Kanäle in den Rhein geleitet. In der Vergangenheit trieb der Strunder Bach so viele Mühlen, wie z.B. die Gierather Mühle, an, dass der bergische Schriftsteller Vinzenz Jakob von Zuccalmaglio, genannt Montanus, ihn als den „fleißigsten Bach Deutschlands“ bezeichnete.

 

Wie die meisten Fließgewässer wurde auch die Strunde im Industriezeitalter begradigt, befestigt und überbaut. Die Auen wurden als Weideland genutzt, Fische gefangen, Wälder gerodet, usw. Das hatte negative Folgen für die Wasserqualität und den Artenreichtum im Bach. Daher haben sich die Stadtentwässerungsbetriebe der Aufgabe gestellt, die Strunde zu renaturieren: die Wiederherstellung eines naturnahen Lebensraumes, wie z.B. das Flussbett wieder in die nicht begradigte Form zu überführen sowie typische Tier- und Pflanzenarten wieder anzusiedeln. Die Strunde eignet sich daher als Exkursionsziel für gewässerökologische Untersuchungen und den Einfluss des Menschen auf Fließgewässer als Teil des Wasserkreislaufs.

Strunde | Gemarkenstrasse 137 | 51069 Köln