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22. März 2012 14:30

Leere Trinkwasserspeicher und volle Toiletten am Weltwassertag


Mehr als 200 Kinder und interessierte Erwachsene nahmen am Weltwassertag das Trinkwasser im Wasserwerk Severin genauer unter die Lupe. Experimente und Führungen rund um Gewinnung und Aufbereitung von Trinkwasser wurden abgerundet durch die Besichtigung des stillgelegten unterirdischen Trinkwasserspeichers, dessen hohe Deckengewölbe für eine außergewöhnliche Atmosphäre und Akustik sorgten.

In der Villa Öki auf dem Gelände des Großklärwerks in Köln Stammheim hatten die Teilnehmer der Kinder-Uni der Stephan-Lochner-Schule das Abwasser und ganz besonders die Abfallentsorgung über die Toilette im Blick. Nach ausgefallenen Experimenten und Spielen, wie z.B. Klodeckel-Memory und Abwassermüll-Angeln, wissen sie nun ganz genau, was in die Toilette gehört und was nicht. Hintergrund dieser "Übung" ist Kölns trauriger Rekord: In keiner anderen Großstadt in Deutschland landet so viel Müll im Abwasser.

Der Weltwassertag wird jährlich am 22. März mit dem Anliegen begangen, auf die Bedeutung des Wassers für die Menschheit hinzuweisen. Denn für uns ist es die selbstverständlichste Sache der Welt: Wir drehen den Wasserhahn auf und schon fließt das saubere Nass so lange, bis wir den Hahn wieder zudrehen. Die Auflagen für die Abwasserreinigung sind gesetzlich streng geregelt. Der Zugang zu ausreichend und vor allem gesunden Wasser ist aber weltweit leider immer noch sehr ungleich verteilt. So sterben nach Angaben der Kindernothilfe weltweit derzeit täglich 4000 Kinder an verunreinigtem Trinkwasser und mangelnder Hygiene.  

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