Kaktusarm und Tausendfüßler-Pflaster

Im Erste-Hilfe-Kurs lernen die Wasserschul-Lehrer*innen, wie sie im Notfall richtig reagieren

22.09.2021

Wunden verbinden, Heimlich-Griff, Beatmung und Herzdruckmassage: Alle zwei Jahre frischen die Wasserschul-Lehrer*innen ihr Wissen um Erste-Hilfe Maßnahmen auf, damit sie im Notfall nicht lange Nachdenken müssen. Dabei helfen auch Eselsbrücken, wie z.B. die 4-K-Regel, die für die vier lebensrettenden Handgriffe bei der stabilen Seitenlage stehen: Kaktus, Kuscheln, Knie und Küsschen. Zunächst wird der zugewandte Arm der verletzten Person wie ein Kaktus-Arm neben dem Kopf angewinkelt. Danach „kuschelt“ die andere Hand unter der Wange, bevor das abgewandte Knie hochgezogen wird. Schließlich kippt der/die Ersthelfer*in die Person auf sich zu und kontrolliert nochmal per „Küsschen“ und dem Überstrecken des Kopfes, ob diese weiterhin atmet.

„Viele Menschen leisten keine Erste Hilfe, weil sie Angst haben, etwas falsch zu machen. Dabei macht nur derjenige etwas falsch, der gar nichts tut“, sagt Ben Fabry, leitender Dozent in der Notfallausbildung beim Arbeiter-Samariter-Bund Bonn.

In unserem Alltag haben wir bislang nur Schürfwunden versorgt und Pflaster geklebt. Aber auch hierfür haben wir wieder wichtige Handgriffe gelernt und wissen nun wie wir ein Tausendfüßler- oder Schmetterlings-Pflaster basteln, um auch Gelenke gut abzudecken.  Hoffen wir, dass wir die Wiederbelebung niemals anwenden müssen, aber wenn, dann gibt uns die regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Schulung die Sicherheit, diese auszuführen.